Februar.16

Ausverkauftes Haus bei #heimatLUFT

Bläserphilharmonie Osttirol trifft auf „die Almrauschigen“, Blasmusik trifft auf Volksmusik, 70-Mann-Orchester trifft auf 6-köpfige Tanzlmusik. Was auf der ersten Blick recht ungewöhnlich anmutet, wurde beim Konzert unter dem Motto #heimatLUFT, welches am 27. Februar 2016 im Lienzer Stadtsaal stattfand, Wirklichkeit.

Schon das Eröffnungswerk der Almrauschigen, die flotte „Almrausch-Polka“, und die darauf folgende Symphonic Overture von James Barnes, präsentiert von der Bläserphilharmonie Osttirol, stimmten das zahlreich erschienene Publikum auf einen abwechslungsreichen Konzertabend ein. Das nächste Highlight folgte sogleich, als die Suite Tirol 1809 erklang, in welcher Sepp Tanzer Geschehnisse aus den Tiroler Freiheitskämpfen musikalisch verarbeitete. Beschaulicheren Klängen der Almrauschigen folgte vor der Pause wohl der emotionalste Moment des Konzerts, als mit der Aufführung des sogenannten „Blasl-Sepp-Walzer“ der Osttiroler Bergsteigerlegende Sepp Mayerl alias „Blasl Sepp“ gedacht wurde. Dieser war im Jahr 2012 in seinen geliebten Bergen in den Tod gestürzt. Sogar Bundespräsident Dr. Heinz Fischer hatte es sich nicht nehmen lassen, einige Grußworte in Erinnerung an seinen Bergkameraden zu übermitteln, welche beim Konzert verlesen wurden.

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Mit „Anfetzn“ und „Letz’s Dance“, zwei Kompositionen von Bandleader Gerald Ranacher leiteten die Almrauschigen beschwingt den zweiten Konzertteil ein. Danach griff Dirigent Lukas Hofmann, welcher gleichzeitig als Moderator durch die Veranstaltung führte, wieder zum Taktstock und präsentierte mit seinem 70-Personen-Klangkörper „The Hounds of Spring“ des amerikanischen Komponisten Alfred Reed. Der Abend verging wie im Fluge und die beiden Formationen steuerten in Hochform auf den krönenden Abschluss des Konzertes zu, der Aufführung des eigens von Gerald Ranacher geschaffenen „Aus fremden Ländern“, einer Komposition für Tanzlmusik und Blasorchester.

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Das Publikum im ausverkauften Stadtsaal bedachte die Almrauschigen und die Bläserphilharmonie mit minutenlangem Applaus, die beiden Musikgruppen bedankten sich mit gleich drei Zugaben und beschlossen so einen äußerst stimmigen Konzertabend, an dem, nicht nur musikalisch, manche Grenze überwunden werden konnte.

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